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Die “Sport for Development-Roadshow” hat in Freiburg halt gemacht.

Am 12. Oktober 2023 fand das inzwischen dritte Austausch-Treffen im Rahmen  der “Sport for Development- Roadshow” von SUPR SPORTS und der DFL Stiftung statt. Die Roadshow war diesmal in Freiburg zu Gast. Lokaler Partner war der Freiburger Verein Bike Bridge.


Ursprünglich in Hamburg gestartet

Im Sommer 2022 haben SUPR SPORTS und die DFL Stiftung die “Sport for Development-Roadshow” in Hamburg gestartet. Nach dem großen Erfolg in der Hansestadt wurde die Roadshow im Frühjahr 2023 in Berlin fortgesetzt. Nun folgte das dritte Austausch-Treffen am 12. Oktober im Kreativpark Lokhalle Freiburg.

Bei der Planung und Umsetzung der Veranstaltung wurde SUPR SPORTS von der Freiburger S4D-Organisation Bike Bridge tatkräftig unterstützt. Der Verein, der  2016 in Freiburg gegründet wurde, nutzt das Fahrrad (-fahren (lernen)) als Instrument, um das Miteinander zu fördern. 

Foto: Nils Theurer

Ziel: Austausch und Vernetzung

An dem Austausch-Treffen in der Lokhalle nahmen rund 25 Personen vornehmlich aus Freiburg, aber auch aus Stuttgart und sogar München teil. Darunter waren Vertreter*innen von lokalen Sportvereinen und -verbänden, Freiburger Hochschulen, jungen und etablierten S4D-Organisationen und sozialen Einrichtungen, die mit Sport und Bewegung arbeiten. 

Das Ziel des Treffens war es, die Vernetzung und den Austausch unter den S4D-Organisationen in der Region zu fördern. Gleichzeitig ging es SUPR SPORTS und der DFL Stiftung  darum, besser zu verstehen, welche konkreten Bedarfe bei den lokalen Organisationen bestehen. 

Nach der Begrüßung durch die Moderatorin Linnea Riensberg sprachen Florian Boukal (Lokhalle / Social Innovation Lab), Jens Dreesen (SUPR SPORTS), Lukas Bendix (DFL Stiftung) und Lena Pawelke (Bike Bridge) kurz zu den Anwesenden. 

Jens Dreesen berichtete u.a. von den Plänen, gemeinsam mit anderen Akteur*innen aus dem deutschen S4D-Sektor ein nationales Netzwerk zu gründen. Dieses Netzwerk soll als Interessenvertretung dienen, für Qualität und Sichtbarkeit sorgen und so die Arbeit der einzelnen S4D Organisationen unterstützen.

Foto: Nils Theurer

In Bewegung kommen

Nach den Begrüßungsworten standen verschiedene Übungen an, die die Teilnehmenden in Bewegung, aber auch in den Austausch brachten. Dabei lernten sich die einzelnen Organisationen besser kennen und es wurden erste Gemeinsamkeiten gefunden. 

Um die weitere Vernetzung und die Kontaktaufnahme zu erleichtern, füllten die Teilnehmenden Kurzprofile mit Angaben zur eigenen Organisation und ihrer Arbeit aus. Diese “Steckbriefe” hingen während der restlichen Veranstaltung  an zentraler Stelle und gaben einen guten Überblick über die anwesenden Menschen und Organisationen. 

Impulsvortrag von Julia Lambrecht Co-CEO Scort Foundation 

Doch es ging bei der Veranstaltung nicht nur um Vernetzung und neue Kontakte. Die Teilnehmenden sollten neue Impulse mitnehmen und in ihre Organisationen hineintragen. Dazu diente insbesondere der spannende Vortrag von Julia Lambrecht, die Co-CEO der in Basel ansässigen Scort Foundation ist. Die Stiftung fördert und organisiert weltweit Sportaktivitäten im Dienste der Erziehung und Bildung sowie der Friedensförderung.

Julia Lambrecht hat im Rahmen ihrer kurzweiligen Präsentation ihre Organisation vorgestellt und erklärt, wie die Scort Foundation selbst den Begriff “Sport for Development” definiert. Ferner stellt sie das Projekt “Football Club Social Alliance” vor, welches von Scort gegründet wurde. 

Für das Projekt haben sich verschiedene europäische Fußball-Clubs (z.B. SV Werder Bremen, FC Schalke 04) als Netzwerk zusammengeschlossen. Zum Projekt gehört das Young Coaches Ausbildungsprogramm, bei dem junge Menschen aus lokalen Communities in Kriegs- und Krisengebieten aus- und weitergebildet werden (sportlich, pädagogisch und persönlich). 

Nach ihrem spannenden Impuls beantwortete Julia noch Fragen der Teilnehmenden zu ihrer Organisation und der “Football Club Social Alliance”. Dabei erklärte sie z.B., wie sie mit einem überschaubaren Team von acht Personen, dieses beeindruckende Programm stemmt.

Foto: Nils Theurer

Netzwerken bei Snacks und Getränken

Nach fast 2 Stunden Bewegung, Netzwerken und Lernen, war es dann Zeit für eine Stärkung. Bei Fingerfood und Getränken kamen die Teilnehmenden weiter ins Gespräch. Es wurden neue Kontakte geknüpft und bestehende Beziehungen gepflegt.  

Foto: Nils Theurer

Workshopphase – Ist-Situation und Lösungspotenziale 

Frisch gestärkt und mit neuer Energie starteten die Teilnehmenden in die zweite Hälfte des Austausch-Treffens. Nun ging es darum, stärker in den fachlichen Austausch zu kommen. Dazu wurden die Teilnehmenden in vier Gruppen aufgeteilt.

In den Gruppen sprachen die Teilnehmenden zum einen über die Ist-Situation in ihren Organisationen: 

  • Was wollen wir erreichen (gesellschaftliche Ebene)?
  • Welche strategischen Ziele haben wir? (organisatorische Ebene)?
  • Welche Hindernisse erkennen wir?

Zum anderen ging es um Verbesserungspotenziale:

  • Wer oder was kann helfen? 
  • Welche Ressourcen können zusätzlich helfen? 
  • Wo liegen Leistungspotentiale?

Diskussion im Plenum

Die einzelnen Gruppen haben ihre Ergebnisse  auf Postern festgehalten und im Anschluss dem gesamten Plenum vorgestellt. Hier wurden die Ergebnisse gemeinsam diskutiert und weiter verdichtet. 

Dabei gab es drei Themen, die die Teilnehmenden dem Netzwerk als “Arbeitsauftrag” mitgegeben haben: 

Sichtbarkeit für den Sektor schaffen

  • Dabei die Besonderheiten der Arbeit herausstellen 
  • Mehr Verständnis für die Arbeit im Sektor schaffen
  • Wer qualifiziert sich dafür (Abgrenzung)?

Wirkung definieren + zeigen

  • Wie definiert der Sektor Wirkung?
  • Wie kann sie von Anfang an mitgedacht werden?

Netzwerk aufbauen

  • Stärker in den Austausch kommen
  • Sektor insgesamt stärken
  • Austausch mit der (lokalen) Politik (Lobby)
Foto: Nils Theurer

Austausch-Treffen war großer Erfolg

Mit dieser spannenden und sehr erkenntnisreichen Diskussion endet gegen 20.00 Uhr das Treffen.

Insgesamt verbuchen wir dieses Austausch-Treffen als großen Erfolg. Die Resonanz der Teilnehmenden war sehr positiv. Und trotz der großen Heterogenität war der Austausch sehr wohlwollend und respektvoll. 

An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen teilnehmenden  Organisationen für ihre Zeit und ihr Engagement. Ganz besonders möchten wir uns bei unseren beiden Partnern DFL Stiftung und Bike Bridge für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken. Ferner sei das Team des Kreativpark Lokhalle erwähnt, welches uns bei der Umsetzung des Events tatkräftig und auf sympathische Art unterstützt hat.

Fotos: Nils Theurer